Gandhi’s impressions

Gandhi’s impressions
Just another Wordpress Blog..really, nothing else

Marktplatz Eisenbahn

November 29th, 2006

mountebank in russian train

Als Fahrgast in einer russischen Eisenbahn kann man auch seine eventuell vorhandene Einkaufslust befriedigen. Im Fünf-Minuten-Takt erscheint bei der Tür eines jeden Wagons eine neue Person, und diese preist ihre Waren an. Angeboten werden verschiedene Produkte, manche verkaufen Schokolade, andere Schutzhüllen für den Reisepass. Auch Bücher, Regenschirme, Reinigungsmittel und diverse Karten sind im erhältlichen Repertoire.

Nachrichten

November 24th, 2006

fernsehnachrichten putin

In Moskau empfängt man über Antenne etwa 10 verschiedene Fernsehsender. Der meistgesehenste Sender ist “Perwy Kanal”, gefolgt von “Rossija” auf dem zweiten Platz. Die Mehrheit der Aktien dieser beiden Sender sind im Besitz der russischen Regierung. Westliche Medien kritisieren oftmals die einseitige, kremlfreundliche Berichterstattung der staatlichen Fernsehsender in Russland. Es gäbe zwar auch unabhängige Berichterstattung, doch ist deren Marktdurchdringung bei weitem geringer. So habe ich mir also gestern Abend auf dem ersten Kanal die Nachrichten angesehen:

Zu Beginn, Putin kommt nach Helsinki. Man sieht Putin aus dem Flugzeug steigen, umsäumt von einer Menge an Soldaten. Man sagt mir, dass der Fernsehsprecher soeben erwähnt hat, dass man hier nun russische Waffen sieht. In den westlichen Nachrichten liest man, dass auch über Menschenrechte gesprochen werden soll, im Fernsehen hört man davon nichts.

Ein Saal mit Abgeordneten. Sie sitzen vor Sony Vaio Notebooks, welche dem Zuseher sogleich ins Auge springen. Allerdings sind es nicht ihre eigenen, sie scheinen dazu zu dienen, den Ablauf der Sitzung wiedezugeben. Ich frage mich, warum Sony nicht nur die Displays auf jedem Platz angebracht hat, zumindest würde die Tastatur nicht unnütz Platz einnehmen. Besprochen wird die Asylpolitik.

Ehemalige Soldaten werden geehrt. Ihr Alter lässt darauf schließen, dass sie ihre Wehrdienstzeiten noch zu Zeiten der Sowjetunion beendet haben. Sie werden als die Helden der Sowjetunion bezeichnet.

Die anderen Punkte in den fast halbstündigen Nachrichten sind noch seichter. Ich warte gespannt, ob vielleicht der zu dieser Zeit noch schwerkranke, vergiftete Alexander Litwinenko (heute verstorben) erwähnt wird. Ich warte vergebens, doch dann…man vernimmt das Wort “Deutsch”, und sogleich darauf  Österreich”. Man möge sich fragen, warum Österreich länger als vier Minuten in den russischen Nachrichten präsent ist. Kühe. Ja, Kühe. Man sieht einen eher kleinen Kuhstall, und dort haben sie seit neuestem Milchkühe aus ?-sterreich. Man erfährt, dass mit den Kühen nur Deutsch gesprochen wird. Desweiteren sagt man, dass in der Nähe der österreichischen Kühe nicht geraucht wird. Man scheint der Meinung zu sein, dass Österreichische Kühe nicht so sehr an den giftigen Zigarettenrauch gewöhnt sind, wie die russischen…

Rusa

November 24th, 2006

flussufer umgebung moskau

110km westlich von Moskau…

fischer bei fluss um moskau

…findet man einen Fluss namens Rusa.

Toiletten in Moskau…

November 21st, 2006

moskau toilette

Am 19. November war “World Toilet Day“. Jaja, eine wichtige Sache. Heuer im September war das weltbekannte Toilettentreffen erstmals in Moskau. Anscheinend haben in Russland noch 1/3 der Haushalte ein “Plumsklo”, und die öffentlichen Toiletten in Moskau sind meist nicht gerade im besten Zustand.

Natürlich, meistens hat man nicht das “Schlachthausfeeling” (die sonstigen Räumlichkeiten waren übrigens normal…) wie bei der Toilette oben im Bild, doch die realiv niedrige Höhe der Türen ist recht typisch für hier. So fällt es zumindest leichter, sich mit seinem Toilettennachbarn über das meist nicht vorhandene Toilettenpapier zu unterhalten.

oeffentliche Toilette Moskau.

In der Stadt findet man relativ häufig solche öffentlichen Toiletten. Für eine Gabe von 10 Rubel an die Frau im linken Häuschen darf man hier seine Notdurft verrichten. Diese blauen Hüttchen sind meist in der Nähe der Metrostationen zu finden, erwähnenswert ist die gro??e Wahrscheinlichkeit von anwesendem Toilettenpapier. Alle anderen öffentlichen Toiletten sollte man mit Vorsicht genie??en, die wohl größte Ansammlung von Toilettenfotos im Internet, schreibt:

However, the flat-out scariest toilet I’ve ever seen, a vision of Hell to give Dante the heebie-jeebies, was an underground public toilet in a park near Novodevichy Convent in Moscow. The “toilets” were knee-high stubs of culvert drainage pipes. The floor was covered in about an inch of liquified filth continuously replenished by a couple of “toilets” in reverse ooze mode. The atmosphere had an ammonia content about equal to that of Venus. Plus, this being Russia, one had to pay a fistful of Rubles for the privilege of visiting.


Two days ago was “World Toilet Day”. This year the “World Toilet Summit” was hosted in Moscow. The first picture is not typically, but the small height of the door is, and also the lack of toilet-paper. If you are outside for a walk, it’s much better to use one of the blue huts. The blue box quotes, what the biggest collection of toilet photos on the internet tells about “the most scariest toilet” he has ever seen…^^

Russische Parties

November 17th, 2006

russischer wodka red army

So, nun geht es hier wieder ein wenig ernster zu ;)

Letztens war ich ja recht enttäuscht, dass Russen verhältnismäßig wenig Wodka trinken. Aber diese sagenumwobenen Orte, an denen der Wodka in Strömen fließen soll, ja, die gibt es wirklich. Und zwar auf diversen Geburtstagsfeiern und sonstigen festlichen Anlässen.
Das Üblicherweise getrunkene Bier wird zuhause gelassen. Wenn der Gastgeber darauf Wert legt gibt es nur: Wodka. Und ein wenig Whiskey und Wein. Natürlich alles pur.

Getrunken wird zum Essen. Nicht wie gewohnt essen oder trinken. Ein Glas wird getrunken, dann sogleich wieder gegessen, meist eine kräftige Mahlzeit wie z.B. (Wurst-)Salat. Salzige Knabbereien oder gar Süsses sucht man jedoch vergeblich.

Ein “vor sich hin Genippe” gibt es nicht. Getrunken wird im Takt der Trinksprüche. Die Länge eines solchen kann beachtlich sein, einige dieser sind lustig, andere beinhalten das Aufzählen aller nicht anwesenden Personen. Ein jeder Trinkspruch kommt einmal zu seinem Ende -> das Glas wird in einem Zug geleert. “Prost” und Blickkontakt mit seinem anstoßenden Gegenüber scheinen nicht üblich zu sein.

Zu späterer Stunde, sozusagen zur Abrundung des Abends, werden dann von Gitarrenklängen untermalt gemeinschaftlich ein paar alte russische Lieder angestimmt.


5 weeks ago i wrote that russian people usually don’t drink vodka, they like much more beer or wine. I was really disappointed, because we believe that russian people drink vodka all the time, and really, at least sometimes they do at certain parties. We mostly don’t have drinking and eating parties, we have either drinking or eating parties. Here you eat and drink. If they also drink vodka, you shouldn’t drink alone, you should drink after toast’s. And there is mostly nothing like “cheers”/looking in the eyes of the person with whom you click glasses. Afterwards, it seems usual, to sing some songs together :)

Was tun bei Alkoholknappheit…

November 16th, 2006

russischer wodka

In Russland sterben heutzutage laut aktuell.ru pro Jahr etwa 42.000 Menschen an den Folgen von (gepanschtem) Alkohol. Im Vergleich dazu jedoch nur 35.000 Menschen bei Verkehrsunfällen.

In den 1980-er Jahren gab es unter Michail Gorbatschow eine für die Volkswirtschaft fatale Anti-Alkohol Kampagne. Alkohol war so gut wie nicht erhältlich, alternative Herstellungsmethoden des kostbaren Gutes waren unter anderem folgende:

  • ?–?eine spezielle Sorte Klebstoff (mit Alkoholgehalt) wurde zentrifugiert, die gewonnene Flüssigkeit bis zur Flammenverfärbung angezündet. So wurde der Methylalkohol verbrannt.
  • ?–?Kefir und Weintrauben in einer Waschmaschine schleudern. Nach einiger Zeit erhält man so ein Gemisch mit einem Alkoholgehalt von etwa 10%.
  • ?–?Frostschutzmittel durch ein sehr langes Metallrohr rinnen lassen, bei Temperaturen von -20 C (also im Winter…). Die Zusätze des Mittels frieren an dem Rohr an, aus dem Ende des Rohres rinnt genie??barer Alkohol.

Die ganzen Herstellungsmethoden klingen etwas absurd, es gibt zum Beispiel auch noch eine Methode wie man es aus Benzin herstellen kann. Aber die Russen in meiner Umgebung scheinen recht überzeugt zu sein von der tatsächlichen Durchführung dieser Methoden. So soll erst vor sechs Jahren, bei einem meiner Wohnungsnachbarn, wegen Ausübung der Benzinmethode die Polizei zu Besuch gewesen sein.


42.000 people die every year in Russia because of bad alcohol.For comparison, 35.000 people die because of traffic accidents. In the 1980s there was a “Anti-alcohol-campagne” under Gorbatschow. People told me, that they produced alcohol themself:
x) special kind of glue, centrifugate it, and burn methyl alcohol.
x) put kefir and grapes in a washing machine…
x) let antifreeze admixture flow through a long tube…”bad” ingredients will freeze on the tube,pure alcohol will flow out.
x) possibility to get it out of petrol.
all the methods seem rather strange, but the people seem confident about it :)

alte sowjetische Propagandaplakate

November 10th, 2006

sowjetische propaganda plakate
Manchmal findet man auf den Märkten von Moskau noch originale sowjetische Propagandaplakte, mittlerweile gibt es jedoch auch Reproduktionen dieser deutlich einfacher und günstiger erstehen. Die ungefähre Bedeutung (zumindest hoffe ich es) meiner erstandenen Reprints (inklusive Jahreszahlangabe):

  • 1920: Ob man sich schon angemeldet hat fuer die rote Armee
  • 1940: Stalin passt auf uns alle auf
  • 1941: nicht tratschen…die Wände haben Ohren

sowjetische propaganda plakate 1946 1949 1953

  • 1946: Trink keinen Methylalkohol
  • 1949: Werbung für die ansässigen Händler. (Sie waren eine nicht gerade beliebte Personengruppe)
  • 1953: Wachsamkeit ist unsere Waffe

sowjetische propaganda plakate 1954 1957 1967

  • 1954: Nein! Also kein Wodka
  • 1957: Nikotin aus einer Zigarette tötet einen Hasen, aus mehreren ein Pferd
  • 1967: Lenin lebte…Lenin lebt…Lenin lebt für immer


some soviet propaganda poster…i tried to understand the meaning, but i am sure it would be much easier if i would be able to read the language…

das liebe Geld: unsere Kleinsten

November 10th, 2006

cent, russische Kopeke vorne

In Russland zahlt man mit Rubel. Der hundertste Teil eines Rubels nennt sich Kopeke. Die Kopeke jeweils ganz links auf den Bildern, war Teil der gültigen Währung vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion. In der Mitte sehen wir eine heutzutage gültige, russische Kopeke. Rechts daneben einen Eurocent.
cent russische m�nzen hinten

Wie man am Schattenwurf erkennen kann, ist die Centmünze merklich dicker als die anderen beiden Münzen. Natürlich, man bekommt (theoretisch) mehr um einen Eurocent als um eine russische Kopeke, aber für eine alte russische Kopeke bekam man anscheinend schon ein Glas Wasser aus einem Automaten. Das schlanke Design der hiesigen Münzen wirkt sich positiv auf die Dicke des Geldbeutels aus.


Comparison of old russian kopeks, new russian kopeks, and european cent. It’s great that russian money is much thinner, so it will not burst your wallet.

wenn 2 Computer in einem Netzwerk die selbe MAC-Adresse verwenden…

November 7th, 2006

…sollte die Netzwerkverbindung auf beiden Rechnern nicht mehr funktionieren. Windowssysteme geben normalerweise eine Meldung ala “Adressenkonflikt” aus, und kappen die Netzwerkverbindung. Interessanterweise muss das jedoch nicht immer der Fall sein, ich wei?? jedoch nicht, ob es an der russischen Version des Betriebsystems liegt.

Im hiesigen LAN funktioniert lustigerweise der Zugriff von 2 PC’s mit der selben MAC-Adresse (und der selben IP-Adresse) auf das Internet. Spannend wird es jedoch, wenn beide PC’s als Server fungieren. Folgend die Ausgabe eines Portscans auf beide Systeme (mit abgeänderter MAC):

22/tcp open ssh
3128/tcp open squid-http
MAC Address: 00:80:48:13:D7:11 (Compex Incorporated)
Running: Linux 2.4.X|2.5.X
OS details: Linux 2.4.0 – 2.5.20

Die Ausgabe für den anderen Rechner:

21/tcp open ftp
25/tcp open smtp
53/tcp open domain
80/tcp open http
110/tcp open pop3
135/tcp open msrpc
139/tcp open netbios-ssn
445/tcp open microsoft-ds
1027/tcp open IIS
1030/tcp open iad1
1031/tcp open iad2
3306/tcp open mysql
8080/tcp open http-proxy
MAC Address: 00:0E:A6:2F:3D:D6 (Asustek Computer)
Device type: general purpose
Running: Microsoft Windows NT/2K/XP|2003/.NET
OS details: Microsoft Windows 2003 Server, 2003 Server SP1 or XP Pro SP2

Der erste Rechner hatte jedoch schon seit über 2 Monaten die selbe MAC- und IP-Adresse wie der zweite Server. Die Verbindungen zum Server waren von “seltsamen” Verbindungsabbrüchen geplagt, ein Portscan auf die IP-Adresse (hinter welcher sich zwei verschiedene Rechner verstecken):

WARNING: RST from port 22 — is this port really open?
WARNING: RST from port 22 — is this port really open?
WARNING: RST from port 22 — is this port really open?
WARNING: RST from port 22 — is this port really open?
WARNING: RST from port 22 — is this port really open?
WARNING: RST from port 22 — is this port really open?
Insufficient responses for TCP sequencing (0), OS detection may be less accurate
PORT STATE SERVICE
22/tcp open ssh
110/tcp open pop3
135/tcp open msrpc
139/tcp open netbios-ssn
445/tcp open microsoft-ds
1027/tcp open IIS
1030/tcp open iad1
1031/tcp open iad2
3128/tcp open squid-http
3306/tcp open mysql
8080/tcp open http-proxy
MAC Address: 00:0E:A6:2F:3D:D6 (Asustek Computer)
Device type: general purpose
Running: Microsoft Windows 2003/.NET
OS details: Microsoft Windows 2003 standard edition

Ein lustiges Mischmasch aus beiden Systemen. Timeouts einer SSH-Verbindung treten nach etwa einer Minute auf, eine MySQL-Verbindung überlebt sogar ganze drei Minuten…

What happens if 2 computer in the same LAN use the same MAC-address (and the same IP-address)? Normally internet stops working on these computers, but here…both computers have internet access. The services from these computers run very unstable, and a portscan give mixed results, but it is funny that it’s working at all.

Borodino Panorama Museum

November 2nd, 2006

moskau_borodino_panorama_museum

Die Schlacht von Borodino war die größte und eine der blutigsten Ein-Tages-Schlachten zur Zeit der Napoleonischen Kriege. Zum 100 jährigen Jubiläum (1912) haben die Russen das Borodino Panorama Museum errichtet. Ein großes Rundbild, untermalt mit Soundeffekten, versucht dort den Betrachter in die damalige Zeit hineinschnuppern zu lassen. Recht hübsch wurde der Übergang vom Bild zum Boden gestaltet, Gräben, Kanonen, und alte, verfallene Häuser passen gut in das Gesamtbild.

« Previous Entries Next Entries »